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Bau- und Sanierungskosten für ein Haus im Jahr 2022

Auf einem Holztisch liegen Taschenrechner und auf diesem ein Papierhaus als Metapher für die Bau- bzw. Sanierungskosten

Bevor man sich entscheidet, ein altes Haus zu sanieren oder ein neues zu bauen, sollte man sich gründlich über alle positiven und negativen Folgen solcher Bauvorhaben informieren. Wir hoffen sehr, dass Sie dieses Dilemma auch mit Hilfe unseres Beitrags zu diesem Thema erfolgreich gelöst haben. In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter und helfen Ihnen, die Kosten abzuschätzen, die auf Sie zukommen, wenn Sie in diesem Jahr einen Neubau oder eine Sanierung vornehmen.

HINWEIS: Um Ihnen die zuverlässigsten Informationen zur Verfügung zu stellen, haben wir unzählige Quellen durchforstet und mit einer Reihe von Experten gesprochen. Wir müssen jedoch bedenken, dass dieser Beitrag in einer Zeit der globalen Unsicherheit verfasst wurde. Daher empfehlen wir Ihnen, die Marktlage zu überprüfen, bevor Sie irgendwelche Pläne machen und Entscheidungen treffen. 

Ein guter Finanzierungsplan ist die Grundlage

Ein Neubau oder eine Altbausanierung ist für viele Menschen eine der größten finanziellen Investitionen und persönlichen Projekte ihres Lebens. Damit es erfolgreich umgesetzt und das Leben in einem neuen oder sanierten Haus angenehm wird, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Neben der Erstellung von Architektur- und Bauplänen ist es daher äußerst wichtig, einen guten und genauen Finanzierungsplan zu erstellen.

Auf einem Holztisch liegen Taschenrechner, Stift, Papier, Münzen und ein Papierhaus als Metapher für die Baukosten.
Ein äußerst wichtiger Schritt bei der Schätzung der Kosten für den Bau eines neuen Hauses ist die Erstellung eines detaillierten Finanzierungsplans.

Gründliche Überlegung und sorgfältiges Planen senken die Sanierungskosten

Wie viel die Sanierung eines alten Hauses kostet, hängt von der Erhaltung des Gebäudes, dem Umfang der baulichen Eingriffe, der verwendeten Materialien, der Energieeffizienz und der Art der Umsetzung ab.

Wenn sich das Haus, das Sie sanieren möchten, in einem schlechten Zustand befindet, werden die Sanierungskosten pro Quadratmeter deutlich höher sein. Darüber hinaus erfordern die Vergrößerung von Fensteröffnungen, der Abriss von tragenden Wänden und die Erweiterung von Wohnräumen stets die Einholung entsprechender Genehmigungen. Das macht die Sanierung zeitaufwändiger und teurer. Gleichzeitig liegen die Sanierungskosten zu diesem Zeitpunkt schon nahe am Preis für den Bau eines neuen Massivhauses. 

Dies (und die derzeitigen unvorhersehbaren Schwankungen der Preise für Baumaterialien und -dienstleistungen) macht es äußerst schwierig, eine genaue Kostenschätzung für eine vollständige Sanierung vorzunehmen. Diese variiert von Bundesland zu Bundesland, liegt aber im Allgemeinen zwischen mindestens 500 und 600 EUR/m2. Dieser Preis umfasst den Abriss einiger tragender Wände, den Bau von Fensteröffnungen, die Fassade, den Einbau neuer Fenster und hochwertiger Haustüren, neue Elektro- und HLS-Installationen, Trockenbauarbeiten, die Verlegung von Boden- und Wandbeläge sowie Malerarbeiten. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass für die energetische Sanierung älterer Gebäude Zuschüsse von bis zu 75.000 EUR zur Verfügung stehen. 

Sanierung eines alten Hauses.
Die Kosten für eine Altbausanierung hängen größtenteils von der Erhaltung des Gebäudes, dem Umfang der baulichen Eingriffe und der Qualität der verwendeten Materialien ab.

Zum Nachdenken … 

Jüngsten Daten zufolge liegen die Kosten für Neubauten zwischen 1.300 und 1.800 EUR/m2, je nach Standort bzw. Bundesland. Das bedeutet, dass der Bau eines herkömmlichen Einfamilienhauses aus Ziegelsteinen mit einer Nettofläche von etwa 200 m2 zwischen 260.000 und 360.000 EUR kosten wird. 

Und jetzt Stoff zum Nachdenken: Erdgeschossige Häuser sind grundsätzlich teurer als mehrstöckige Häuser, weil sie eine größere Fundamentplatte und eine größere Dachfläche benötigen. Wenn Sie flexibel sind, ist es also besser, ein mehrstöckiges Haus zu wählen. 

Es gibt auch wirtschaftliche und ökologische Aspekte, die Sie berücksichtigen müssen. Wenn Sie sich für den Bau eines Niedrigenergiehauses entscheiden, ist die Anfangsinvestition zwar etwas höher, doch bei den ständig steigenden Energiepreisen amortisiert sich diese Art von Investition in etwa zehn Jahren oder sogar früher. Zu diesem Zeitpunkt können Sie auch den Bau eines eigenen Solarkraftwerks in Betracht ziehen, um Ihre Stromkosten langfristig zu senken.  

Fünf Bauphasen

Der Bau eines Hauses kann in fünf Bauphasen unterteilt werden. Wenn die letzte fertig ist, haben Sie ein neues Zuhause, das Sie nur noch einrichten müssen.

Die 5 Bauphasen - eine Infografik
Der Bau eines Hauses kann in fünf Bauphasen unterteilt werden.

Erste Bauphase

Sie umfasst die Vorbereitung des Grundstücks für den Bau des Hauses und stellt die Bauarbeiten dar, die für die Baugrubenaushub erforderlich sind. Dazu gehört auch der Bau der Fundamentplatte. Die Gesamtkosten für die erste Bauphase (je nach Untergrund) liegen zwischen 3 und 4% der Gesamtinvestition, d. h. zwischen 8.000 und 11.000 EUR.

Zweite Bauphase

Wenn Sie sich für den Bau eines Kellers entscheiden (zweite Bauphase), muss auch eine Kellerbodenplatte gebaut werden. Die Kosten für den Bau eines Kellers können über 1.000 EUR/m2 betragen, daher entscheiden sich viele Menschen lieber für ein Gartenhaus oder eine andere Lösung.

Dritte Bauphase

Es folgt die Phase, in der das Haus langsam Gestalt annimmt. Die dritte Bauphase umfasst Rohbauarbeiten in allen Geschoßen, zu denen auch der Bau einer Dachkonstruktion und die Dachdeckerarbeiten gehören. Neben dem Dachstuhl müssen auch Dachrinnen, Fallrohre, Abdeckungen, Dachfenster, Portale und Schneefänger errichtet werden. Die Kosten dieser Phase betragen zwischen 20 und 30% der Gesamtinvestition.

Hausbau - Baumeister legen Ziegel auf das Dach.
Die dritte Bauphase umfasst Rohbauarbeiten in allen Geschoßen, zu denen auch der Bau einer Dachkonstruktion und die Dachdeckerarbeiten gehören.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Haus in der dritten erweiterten Fase zu kaufen, hat Ihr neues Haus zu diesem Zeitpunkt bereits eine Fassade sowie Fenster und Außentüren. Die Fassadenpreise sind relativ einheitlich und werden hauptsächlich durch die Wahl des Materials beeinflusst. Ein 16 cm dickes Styropor-Fassadensystem mit Fensterbänken wird etwa 10% der Gesamtinvestition ausmachen. 

Auch den hochwertigen Fenstern und Außentüren sollte viel Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bei der Auswahl der Fenster empfehlen wir große Fensteröffnungen, die mehr Licht in die Wohnung lassen und so die Wohnqualität verbessern. Um die Kosten zu senken, können Sie die Anzahl der zu öffnenden Fenster verringern. Die beste Wahl sind PVC-Fenster mit einer Dreifach-Verglasung und einer Aluminiummaske, die eine viel längere Lebensdauer gewährleistet. 

Ebenso wichtig ist die Wahl einer hochwertigen und stilvollen Haustür, die dank ihrer guten Wärmedämmeigenschaften keine Wärmebrücken entstehen lässt. Da die Haustür der Spiegel des Hauses ist, ist es umso wichtiger, ein Modell zu wählen, das zum Stil des Gebäudes oder zu Ihrem persönlichen Stil passt. Am einfachsten geht das mit einem fortschrittlichen Konfigurator wie dem von Inotherm. Der Vorteil liegt darin, dass Sie innerhalb von 24 Stunden nach dem Absenden einer Anfrage für ein konfiguriertes Modell ein Angebot in Ihrem E-Mail-Posteingang erhalten. 

Die ungefähren Kosten für die Fenster und Außentüren machen etwa 6% der Gesamtinvestition aus.

Moderne Aluminium-Haustür, eingebaut in ein modernes Haus.
In der dritten Bauphase ist auch die Wahl einer hochwertigen Haustür äußerst wichtig.

Vierte Bauphase

In der vierten Phase werden im Inneren des Gebäudes Zwischenwände aufgestellt und Betonböden erstellt. Der Innenputz sowie Boden- und Wandbeläge, die nass verlegt werden müssen, werden angebracht. Niederspannungsenergieanlagen, Informationsanlagen, Gegensprechanlagen, Sanitär-, Entwässerungs- und Heizungsanlagen werden installiert. 

Wenn das Haus mehrstöckig ist, werden massive Treppenkonstruktionen gebaut sowie Fenster und Haustüren eingebaut. Die vierte Bauphase macht 35 bis 40% der Gesamtinvestition aus.

Fünfte Bauphase

Die letzte, fünfte Bauphase wird oft als schlüsselfertiges Bauen bezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gebäude bezugsfertig, da alle Installationen sowie die Maler- und Verglasungsarbeiten abgeschlossen sind. Wand- und Bodenbeläge sind verlegt worden. Das Einzige, was noch fehlt, ist der Einbau von Möbel. Die fünfte Phase umfasst häufig auch die Landschaftsgestaltung. Insgesamt macht diese Phase etwa 7 bis 9% der Gesamtinvestition aus.

Modernes Haus mit Aluminium-Haustür.
Ein Neubau kann zu 100% auf die Wünsche und Bedürfnisse des Investors zugeschnitten und nach den neuesten Standards gebaut werden, um ein hohes Maß an Komfort zu gewährleisten.

Eine endgültige Kostenschätzung ist schwer vorzunehmen

Da die Wünsche bei dem Bau oder der Sanierung eines Hauses von Person zu Person unterschiedlich sind, ist es sehr schwierig, die Frage zu beantworten, wie viel die Investition kosten wird. Aufgrund einzigartiger Wünsche, besonderer Anforderungen und hochwertiger Materialien können die Kosten sprunghaft ansteigen.

Doch Sie können einzelne Kosten auch optimieren. Sie können sich zum Beispiel für eine kleinere Fläche entscheiden, die Räume so gestalten, dass sie für modulare Möbel geeignet sind, und einfachere Materialien wählen, wenn dies sinnvoll ist.